Rund um die Bohne – Kaffee ist mehr als nur ein simples Getränk.

Für einige Menschen ist er in den frühen Morgenstunden durch seine anregende Wirkung ein Lebensretter, für die Meisten aber mit seinem unverwechselbaren Aroma ein reines Genußmittel. „Kaffeeklatsch“, „lass uns mal auf einen Kaffee treffen“, „Kaffee und Kuchen bei Oma“ - man trifft sich egal ob alt oder jung "auf ein Käffchen". Ganz gleich, welche Vorlieben man hat. Vom schicken aufgeschäumten Milchkaffee, über den kräftigen Espresso bis hin zur klassischen Kanne Kaffee zwischen den Kuchentellern: Das schwarze Heissgetränk schafft einen angenehmen Rahmen für Gespräche.

Rund um die Bohne – Herkunft.

Kaffee ist bei uns so alltäglich und somit fast schon selbstverständlich auf dem „Speiseplan“. Doch woher stammt der Kaffee ursprünglich? Kaffeerösterei aus Deutschland? Die Geschichte und Herkunft des Getränks haben wir Ihnen hier kurz zusammengefasst:

"Entdeckung" des Kaffees

Die Ursprünge der Kaffeenutzung im Nahen Osten liegen so weit zurück, dass sich um sie nur noch verschiedene Legenden ranken. Die meisten sind mit der anregenden Wirkung des Getränkes verknüpft.
Einer Legende nach wird der Kaffee dadurch entdeckt, dass ein Maronitenmönch namens Naironus Banesius eine Viehherde beobachtet, die sich sonderbar benahm. 

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Wie die Hirten im Lande Kaffa in Abessinien sich beklagten, waren die Tiere ungewöhnlich lebhaft und fanden bis spät in die Nacht keine Ruhe und zeigten keine Anzeichen von Müdigkeit.

Der Mönch ging diesem Rätsel nach und fand auf der Weide der Tiere eine dunkelgrüne Pflanze mit kirschähnlichen Früchten in grün, gelb und rot. Mit wissenschaftlicher Neugier bereitete sich der Mönch einen Sud aus dieser sonderbaren Pflanze und stellte fest, dass seine Müdigkeit schwand und er problemlos nachts wach bleiben konnte, um seinem Gebet nachzugehen.

Der Kaffeebaum existiert natürlich schon sehr viel länger. Die in der Legende angesprochene Region Kaffa, die dem Getränk später ihren Namen geben sollte, im abessinischen Hochland in Äthiopien ist vermutlich tatsächlich die Urheimat dieser Pflanze.
Einer anderen Deutung nach kommt das Wort von dem altarabischen "qahwah", das Wein bedeutet. Dieser war den Muslimen jedoch verboten - als der Kaffee mit seiner anregenden Wirkung den Wein ersetzte, bekam er den Namen des gemiedenen Getränks und wurde zum "Wein des Islam".

Die anregende Wirkung des Kaffees kommt durch die Substanz Trimethylxanthin, auch Koffein genannt. Sie ist auch in Kakao, Tee und der Cola-Nuss enthalten und wirkt auf das zentrale Nervensystem, so dass die geistige Wachheit stimuliert wird.
Kaffee gedeiht in den Ländern, die zwischen dem 24. südlichen bis 24. nördlichen Breitengrad befinden. Er braucht eine Durchschnittstemperatur von 20 Grad und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Neun bis zehn Monate nach der Blüte können die Kirschen, die normalerweise zwei Bohnen enthalten, geerntet werden. Während der drei bis vier Monate langen Haupterntezeit werden die reifen Kirschen fortlaufend sorgfältig von Hand gepflückt. Der Kaffeebaum als immergrüne Pflanze kann neben der Hauptblütezeit zu jeder Jahreszeit Blüten tragen. Die Pflanze wuchs wild und wurde anfangs weder kultiviert noch durch Verarbeitung veredelt.

Rund um die Bohne – Kaffee und Gesundheit.

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Kaffee ist das am häufigsten konsumierte Getränk in Deutschland. Schon seit Jahrhunderten lieben Menschen in der ganzen Welt dieses einzigartige Getränk mit seinem intensiven Duft und Aroma. Kaffee ist vor allem auch wegen seiner belebenden Wirkung bekannt.

Heute belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass Kaffee in Maßen genossen (vier bis fünf Tassen pro Tag) nicht nur gesundheitlich unbedenklich ist, sondern sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt.

Dank immer genauerer Analysemethoden konnte die Wissenschaft bis heute über 1000 verschiedene Inhaltsstoffe im Kaffee nachweisen.


Dazu gehören zum Beispiel Vitamine und Mineralstoffe, Proteine und Fette, eine Vielzahl an Säuren und ein hoher Anteil an Antioxidantien. Viele dieser Inhaltsstoffe können positive Effekte auf den menschlichen Organismus haben. Kaffee kann zu einer ausgewogenen Ernährung dazugehören.


Weitere Informationen zum Thema Kaffee und Gesundheit erhalten Sie über das "Coffee Science Information Centre" unter www.coffeeandhealth.org.
Auf den folgenden Seiten können Sie sich über neue und interessante Erkenntnisse rund um den Kaffee informieren. Viel Spaß beim Lesen.

Lob der Bohne – www.sueddeutsche.de
Kaffee ist gut fürs Herz und beseitigt Zellschrott – www.welt.de
Mediziner glauben immer mehr an das Gute in der Bohne – www.spiegel.de
Positive Auswirkungen von Kaffee – www.fid-gesundheitswissen.de

Rund um die Bohne – Kaffeezubereitung.

Das Aroma des Kaffees wird von vielen Faktoren beeinflusst:

  • Sorte/Röstgrad des Kaffees
  • Mahlgrad
  • Dosierung
  • Qualität des Wassers
  • Wassertemperatur
  • Standzeit
  • Lagerung
  • Aufgussverfahren/Zubereitungsart

Röstung
Erst beim Rösten entstehen das typische Aroma und der Röstkaffee-Geschmack. Temperatur und Dauer der Röstung müssen genau aufeinander abgestimmt werden. Sie richten sich nach dem verwendeten Rohkaffee und den Geschmacksvorstellungen, die der Röstkaffee treffen soll. Hell gerösteter Kaffee ist milder im Geschmack, dunkler gerösteter deutlich kräftiger.

Mahlgrad
Ist Kaffeepulver zu fein gemahlen, so kann das Getränk streng schmecken, da die Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffee sehr lang ist. Bei einer zu groben Mahlung kann ein Teil des Wassers zu schnell durch den Filter laufen. Der Kaffee schmeckt dann zu dünn.

Dosierung
Die Dosierung ist entscheidend für die Stärke des Kaffees und somit den Geschmack. Für eine Tasse Kaffee rechnet man 6 bis 8 Gramm Mahlgut oder 2 Gramm löslichen Kaffee. Bei löslichen Kaffeegetränken rechnet man mit etwa 12 Gramm Pulver je Tasse.
Single-Portions, also Pads oder Kapseln, enthalten bereits Kaffeepulver in der richtigen Dosierung und dem richtigen Mahlgrad.

Wasserqualität
Etwa 98 Prozent des fertigen Kaffees sind Wasser. Die im Wasser enthaltenen Salze und Mineralstoffe sind wichtige Geschmacksträger für das Aroma des fertigen Kaffees. Es ist daher selbstverständlich, dass die Wasserqualität von großer Bedeutung für den Geschmack ist. Gutes Wasser sollte mineralstoff- und sauerstoffhaltig sein. Das kalte Wasser sollte auch so schnell wie möglich erwärmt werden, damit während der Aufheizzeit so wenig Sauerstoff wie möglich verloren geht. Hartes, kalkhaltiges Wasser und gechlortes Wasser sollten vermieden werden, da beides den Geschmack des Kaffees negativ beeinflusst.

Brühtemperatur
Die Wassertemperatur für die Zubereitung von Kaffee sollte idealerweise zwischen 86 und 89 Grad Celsius liegen, jedoch nicht höher als 96 Grad Celsius. Lediglich Espresso wird mit einer höheren Temperatur zubereitet, die meist zwischen 90 und 95 Grad Celsius liegt.

Standzeit und Lagerung
Der frisch gekochte Kaffee sollte möglichst bald getrunken werden und nicht lange warm gehalten werden, da sich das Aroma schnell verflüchtigen kann und der Kaffee dann bitter schmeckt. 

Auch das Kaffeepulver sollte möglichst frisch verwendet, kühl und luftdicht gelagert und möglichst bald verbraucht werden.

Textquellen: Deutscher Kaffeeverband,  www.geschichte-kaffee.de